Pottwal

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Drei Pottwale mit Pico Vulkan
im Hintergrund

Neue Freunde gefunden

Die letzten Wochen gab es nur selten Pottwale vor Pico zu sehen, aber heute Morgen hatte die Vigía da Queimada Pottwale gesichtet. Es dauerte auch nicht lange, bis wir den ersten Pottwal sichteten. Es war eine Pottwal-Mutter mit ihrem Jungen. Ich versuchte die beiden unter Wasser zu fotografieren, aber leider hielten sie zu viel Abstand zu mir für ein gutes Foto. Wir wechselten den Standort in Richtung offenes Meer mit der Vigía da Queimada im Rücken. Es dauerte einige Zeit, bis wir drei große Pottwale sichteten. Mein Skipper - João Quaresma - brachte mich in Position und ich schnorchelte in die Schwimmrichtung der drei großen Pottwale. Ich konnte an ihrem Blas genau ihre Schwimmrichtung lokalisieren und wusste, dass sie mich bei gleich bleibender Schwimmrichtung passieren müssen. Die Pottwale lokalisierten mich und stoppten für einen Moment. Ich verhielt mich ganz ruhig, ohne eine Bewegung zu machen. Nun kamen sie ganz langsam auf mich zu und wurden immer größer. Die Ruhe und die Sanftmütigkeit der Tiere mit wahrscheinlich jeweils 40 Tonnen zu erleben, ist einzigartig. Die drei Wale erlaubten mir zwischen ihnen zu schwimmen und mit einem der Tiere zu tauchen. Der Wal zeigte mir seine Bauchseite und streckte seine beiden Brustflossen ganz entspannt aus. Es sieht alles sehr langsam aus unter Wasser, aber ich konnte bei dem Tempo der drei Wale nicht mithalten. Ich wurde vom Skipper abgeholt und wieder zu den Tieren gebracht. Immer wieder nach der gleichen Methode - in Schwimmrichtung schnorcheln und warten bis die Wale kommen. Beim letzten Versuch stellte sich einer der drei Pottwale senkrecht zu mir auf und machte die typischen Pottwal-Klicklaute. Er drehte sein Kopf zu mir und schaute mich an. Ich fotografierte sein Auge, weil der Wal so dicht neben mir war, dass ich nichts anderes mehr fotografieren konnte. Ein Makroobjektiv wäre jetzt optimal gewesen :-) Mit einem Makroobjektiv Walaugen zu fotografieren, hat bestimmt noch niemand gemacht :-) Nach den Begegnungen hatte ich das Gefühl, dass die Tiere mit mir kommunizieren wollten. Es wäre für die Tiere ein leichtes gewesen abzutauchen, oder sich mir gar nicht erst zu nähern. Ich fotografierte meine neuen Freunde zum Abschluss noch mit dem Pico-Vulkan im Hintergrund und wir ließen sie in die Weiten des Meeres ziehen. Alles Gute ! Ciao.

 

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