HfB-Conference 2006 in Frankfurt am Main
Mein Besuch bei der HfB-Conference 2006 mit dem diesjährigen Motto "Think differently - Growth from Different Point of view" in den Räumen der HfB - Business Scholl of Finance Management, hatte mir sehr gut gefallen und war sehr informativ für mich. Der sehr hohe Anspruch und der zeitliche Ablauf der gesamten HfB-Conference 2006, hat mir deswegen nur wenig Möglichkeiten zum fotografieren der HfB-Conference gegeben und somit konnte ich das Potential meiner Kamera nicht voll ausschöpfen.
Die Eröffnungsreden zur HfB-Conference 2006 hielten von der Hochschulleitung Prof. Dr. Thomas Heimer und Prof. Dr. Erich Barthel sowie von der studentischen Initiative Lars Fetzer. Nach den Eröffnungsreden begannen die Einzelvorträge, wobei es mir schwer viel, mich für jeweils einen der parallel verlaufenden hervorragenden Vorträge zu entscheiden. Alle Vorträge und Diskussionsrunden sind diesem Link unterlegt.
Den ersten Einzelvortrag den ich besuchte, wurde von "Herr Anton Simonet" von der Dresdner Bank AG zum Thema "Profitable Wachstumsstrategien im internationalen Private Banking" gehalten. Das Thema "wealth management" beschäftigt sich mit der Betreuung von vermögenden bis sehr vermögenden Privatkunden. Als Kunde bei einem mit der Dresdner Bank AG konkurrierenden Institutes, war der Vergleich für mich sehr interessant, wobei ich auf den ersten Blick nur wenig Unterschiede feststellen konnte :-)
Der zweite Einzelvortrag beschäftigte sich mit dem Thema "Zukunft des Investment Banking in Deutschland" und wurde von "Herr Dr. Dirk Notheis" von Morgan Stanley Deutschland gehalten. Er war verantwortlich für Börsengänge wie der Fraport und Air Berlin. Hier interessierte ich mich besonders für seine Ausführungen zur Asset-Klasse Private Equity, oder auch als Heuschrecken aus der Politik bekannt. Ich denke aber, das meine Investments in dem Bereich Private Equity etwas zu spät erfolgten (2001 und 2002), denn der Markt hat nach meiner Meinung nach zu viel Liquidität - zusätzlich getrieben durch die niedrigen Zinsen der letzten Jahre. Das jüngste Beispiel ist die Beteiligung von der Blackstone Group an der Deutschen Telekom AG, wobei hier die Heuschrecken von der Politik ausdrücklich begrüßt worden waren und die Investition für die Deutsche Telekom sprechen würde :-) Ein Artikel dazu aus der Financial Times Deutschland
Nun kam die erste Diskussionsrunde unter der Moderation von Andreas Scholz (Bloomberg TV) mit den Teilnehmern Richard Breitenbücher (UBS), Carsten Klante (Sal. Oppenheim), Dr. Annette Messemer (JPMorgan), Herr Guido M. Sollors (Berenberg Bank), Heiko Thieme (Thieme Gruppe), Prof. Dr. Heimer (Hochschulleitung HfB). Mir hatten besonders die Argumentationen und das Auftreten von Frau Dr. Messemer zugesagt. Sie wies auch auf die Problematik des Liquiditätsüberschusses im Private Equity Segment hin und erwartet weitere Übernahmen sowie Zerschlagungen von (deutschen) Unternehmen. Heiko Thieme garnierte die Diskussion mit Bemerkungen wie "Die USA ist ein hochstilisiertes Schwellenland". Meine Frage "Was Deutschland für ein Land sei ?" - konnte ich leider wegen Zeitmangel nicht stellen.
Nach der Mittagspause nahm ich an dem dritten Einzelvortrag zum Thema "Wachstum durch nachhaltige Unternehmensentwicklung - Neue Trends im Unternehmensreporting" von "Herrn Dr. Michael Göttgens" - Deloitte & Touche GmbH - teil. Sehr interessantes Thema für mich als Naturfreund ! Er referierte über die Einsicht der Unternehmen nachhaltig wirtschaften zu müssen, um auch zukünftig Wachstum generieren zu können. Der Begriff "Nachhaltigkeit" ist natürlich sehr umfangreich und komplex, das entscheidende ist aber, dass die Unternehmen sich dazu bekennen wollen. Zwei Artikel aus der Financial Times Deutschland und einen Artikel aus den VDI nachrichten dazu:
FTD - Corporate Social Responsibility
VDI - "Sozial" und "Öko" sollen Rendite mehren
Die letzte Diskussion und Abschlussveranstaltung moderierte Robert von Heusinger (Die Zeit) mit den Diskussionsteilnehmern Hendrick Scherer (GVM Gorr und Partner), Heiko Thieme (Thieme Gruppe), Prof. Robert A. Dickler (STRATECO), Dr. Michael Göttgens (Deloitte & Touche) und Thomas von Baross (D-Link). Bei dieser Diskussionsrunde hatte mich der Moderator Robert von Heusinger mit seinen scharfsinnigen Fragen an die Teilnehmer der Diskussion am meisten beeindruckt. Besonders die fachliche Diskussion zwischen Herrn Prof. Dr. Dickler und Herrn Thieme fand auf hohem Niveau statt, bei der ich aber nicht alles verstanden hatte.
Nach der HfB-conference 2006 habe ich den Eindruck gewonnen, dass Euphorie in der Luft liegt. Das ist eher ein Gefühl von mir, als es mit Worten erklären zu können. Bin nun mal gespannt, wie sich der von mir zu erwartende Abbau der allgemeinen Euphorie an den Finanzmärkten bemerkbar machen wird. Als Kunde im Bereich "Wealth Management" konnte ich mir über die Ausbildung im Finanzsektor ein gutes Bild verschaffen.









